Polizei warnt vor Einbrechern – Informationsfahrzeug vor Ort

Mit den kürzer werdenden Tagen erwartet die Polizei auch im Bereich des Präsidiums Offenburg im Vergleich zu den Sommermonaten nun wieder ansteigende Einbruchszahlen.

Über den durch die ungebetenen Besucher angerichteten materiellen Schaden hinaus, sind es vor allem die psychischen Folgen, die man nicht außer Acht lassen darf.  Die mit einem Einbruch verbundene Verletzung der Privatsphäre setzt den Bewohnern nachhaltig zu und beeinträchtigt deren subjektives Sicherheitsgefühl enorm.

 

Die Einbruchszahlen insgesamt sind allerdings auch in diesem Jahr tendenziell rückläufig. Dies dürfte nicht nur der Corona-Pandemie geschuldet sein, wegen der sich die Bürgerinnen und Bürger vermehrt zu Hause aufhalten dürften.  Auch die zielgerichteten und aufwendigen polizeilichen Maßnahmen dürften ihren Teil zu diesen positiven Statistikwerten beigetragen haben.

 

Während im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg insgesamt 544 Wohnungseinbruchsdiebstähle gezählt wurden, – davon 104 im Stadtkreis Baden-Baden, 253 im Ortenaukreis und 187 im Landkreis Rastatt –  ist es Ziel der Aufklärungs-, Ermittlungs- und Konzeptionsarbeit der Polizeireviere und der Kriminalpolizei, diese Zahlen weiter zu senken.

 

Betrachtet man die Anzahl der verübten Einbrüche in den Monaten Januar bis September, sind im Stadtkreis Baden-Baden und im Ortenaukreis Rückgänge von über 20 % im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr zu verzeichnen. Noch erfreulicher ist die Entwicklung im selben Vergleichszeitraum im Landkreis Rastatt: Hier kann ein Rückgang um rund 40 % verzeichnet werden.

 

Umfangreiche Ermittlungen der Beamten der Polizeireviere Baden-Baden und Bühl sowie des Kriminalkommissariats Rastatt haben in den vergangenen Wochen nicht nur zur mutmaßlichen Aufklärung einer ganzen Reihe an zurückliegenden Straftaten im Raum Baden-Baden geführt, sondern auch zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Das Duo steht im Verdacht, im Zeitraum zwischen Ende August und Ende September für mindestens sieben Einbruchsdiebstähle in Gebäude in der Baden-Badener Innenstadt und weitere Straftaten verantwortlich gewesen zu sein. Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Einbrecher, welche diesen Monat in Rheinmünster-Stollhofen ihr Unwesen getrieben haben, gelang es unerkannt und im Besitz von Wertgegenständen der Hausbewohner zu entkommen. Die Ermittlungen hierzu dauern weiter an. Dass sich Investitionen in den Einbruchsschutz lohnen können, zeigt der gescheiterte Einbruch am Dienstag in ein Geschäft in Neuried. Dort mussten zwei Unbekannte unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen.

 

Auch zunehmend besser gesicherte Eigenheime erschweren den Langfingern ihr Vorhaben deutlich. Statistisch gesehen scheitern nahezu die Hälfte der Einbruchsversuche.

 

Wie die eigenen ´vier Wände´ bestmöglich gegen unerwünschten Besuch geschützt werden können, wie sehr dies möglicherweise den eigenen Geldbeutel belastet und wo die hierfür notwendige Technik erhältlich ist, kann bei den Beamten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Offenburg am Tag des Einbruchsschutzes (Sonntag, den 25. Oktober 2020) in Erfahrung gebracht werden.

 

In der Zeit von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr können sich Bürger kostenlos auf dem Rathausplatz in Bühl zum Thema „Einbruchschutz“ informieren. Im Rahmen dieser Veranstaltungen können auch Termine für kostenlose „Vor-Ort-Beratungen“ mit den Beamten vereinbart werden.

 

Auch außerhalb dieser Veranstaltung bietet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle kostenlose Beratungen zu mechanischen Sicherungseinrichtungen für Haus und Wohnung an. Auch Bauherren können vor Baubeginn ihre Pläne vorlegen und zu geeigneten Schutzmaßnahmen beraten lassen.

 

 

Neben der Streifen- und Ermittlungstätigkeit der Polizei hat in der Vergangenheit auch häufig ein aufmerksames Auge der Bevölkerung zu Ermittlungserfolgen geführt. Die Polizei bittet daher verstärkt um Ihre Wachsamkeit. Fenster und Türen zu – Augen und Ohren auf!

 

  • Melden Sie verdächtige Personen und Fahrzeuge!
  • Notieren Sie sich Kennzeichen und Personenbeschreibungen!
  • Auffälligkeiten sollten auch in Zweifelsfällen unbedingt und sofort über den Notruf 110 mitgeteilt werden – jedes Zögern verschafft möglichen Tätern unnötigen Vorsprung!
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