Diebstahl bei Einkäufen, Präventionstipps der Polizei

Nachdem die Anzahl an Diebstählen in Verkaufsräumen und auf den dazugehörigen Parkplätzen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen ist, konnten vergangene Woche, wie bereits berichtet, zwei mutmaßliche Diebinnen gestellt werden. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Dem couragierten Eingreifen mehrerer Zeugen war es hier zu verdanken, dass die Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden konnten, nachdem sie zuvor offenbar versucht haben sollen,  auf einem Parkplatz in Renchen an die Habseligkeiten einer Seniorin zu gelangen.

Auch in der Vergangenheit wählten die Täter vorwiegend ältere Menschen als Opfer aus, mit dem Ziel, an deren Geldbörsen zu gelangen. Hierzu wurden in den meisten Fällen sowohl vor, als auch in den Supermärkten Ablenkungsmanöver gestartet, um einen Moment der Unachtsamkeit für ihre Taten zu nutzen. In einigen Fällen erfolgte der Diebstahl auch beim Ausladevorgang der Einkäufe in den Pkw.
In einer Vielzahl der Taten kam es im Anschluss an den Geldbörsendiebstahl zu einer Abhebung an Geldausgabeautomaten im Nahbereich des Tatortes.
Die Täter gelangten hierbei zuvor auf verschiedene Art und Weise an die PIN der Opfer. Teilweise befand sich diese im Geldbeutel oder sie wurde bei entsprechenden Abhebungen im Vorfeld durch die Langfinger erspäht.

Die Polizei warnt daher nochmals eindringlich vor Dieben und gibt folgende Hinweise:

– Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
– Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
– Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
– Legen Sie Geldbörsen nicht offen in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
– Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Ladengeschäft (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
– Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.

Seitens des Referats Prävention werden sowohl Hinweisplakate als auch Druckvorlagen für alle Einkaufsmärkte zur Verfügung gestellt,  die so Ihre Kundschaft auf die möglichen Gefahren sowie gelegenheitsreduzierenes Verhalten rund um den Einkauf hinweisen sollen.
Bei Interesse kann unter der Telefonnummer: 07222 761-400 oder über die E-Mailadresse:offenburg.pp.praevention@polizei.bwl.de Kontakt aufgenommen werden.

/ma

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