Kriminalkommissariat Rastatt bezieht neue Räume

Das Kriminalkommissariat in Rastatt zieht um; seit Dienstagmorgen rollen die Umzugsfahrzeuge. Alle Mitarbeiter verlassen das Gebäude in der Rauentaler Straße und beziehen in den kommenden Tagen den ehemaligen Sitz der Polizeidirektion Rastatt in der Engelstraße 31. Die Verfrachtung des Mobiliars und der Ermittlungsakten soll innerhalb von zwei Tagen weitestgehend abgeschlossen sein. Endlich wird sich der ein oder andere Beobachter der Szene sagen. Das Gebäude angrenzend zum örtlichen Polizeirevier wird schließlich seit der Polizeireform im Jahre 2014 lediglich teilgenutzt.


„Die Verzögerung des Umzugs hat verschiedene Faktoren“, so Kriminaldirektor Hans Martin Berl von der Führungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion. Neben stetigen Veränderungen der Personalsituation hat auch die Verzögerung des Erweiterungsbaus des Polizeipräsidiums Offenburg seinen Teil dazu beigetragen. „Durch räumliche Engpässe in Offenburg und damit einhergehenden Auslagerungen nach Rastatt, wollten wir die Einheit nicht gänzlich auseinanderreißen und haben uns damals für eine Unterbringung in den großzügigeren Räumlichkeiten der Rauentaler Straße entschieden“, erklärt Martin Berl weiter.


Nun aber steht dem Umzug in die Engelstraße nichts mehr im Wege. Durch die unmittelbare Nähe zum Polizeirevier Rastatt werden sicherlich auch neue Synergieeffekte freigesetzt. Zusätzliche Arbeitsplätze werden durch die Ortsveränderung hingegen nicht geschaffen. Anfang 2020 erfolgte allerdings ein neuer Aufgabenzuschnitt. Mit dem Umzug werden beim Kriminalkommissariat Rastatt neben den bisherigen Kapital-, Sexual- sowie Raub- und Eigentumsdelikten nun auch Ermittlungsverfahren in den Bereichen der Wirtschafts- und Rauschgiftkriminalität bearbeitet. Bis Ende Januar sollen die derzeit im Polizeirevier Baden-Baden untergebrachten Ermittler für Wirtschaftskriminalität ebenfalls ihre neuen Büros bezogen haben.
„Wir sind auch während des Ortswechsels unter der Telefonnummer: 07222 761-201 für unsere Bürger telefonisch erreichbar“, teilt der Leiter des Kriminalkommissariats Rastatt Gerhard Zenk mit.


Was mit dem nun ausgedienten Gebäude in der Rauentaler Straße geschehen soll, bleibt abzuwarten. Das Anwesen steht im Eigentum des Landesbetriebes Vermögen und Bau.

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