`Lockdown´ führt zu weniger Einsätzen beim Polizeipräsidium Offenburg

Die Maßnahmen der Corona-Verordnung und die damit
verbundenen Einschränkungen wirken sich auch auf das Einsatzgeschehen der
Polizei im Stadtkreis Baden-Baden und den Landkreisen Rastatt und Ortenaukreis
aus.

Deutlich weniger Notrufe waren seit dem Inkrafttreten der ersten Corona-Verordnung beim Offenburger Führungs- und Lagezentrum eingegangen. Die aktuellen Lockerungen führen derzeit zu einer moderaten Steigerung der Einsatzzahlen, zurück in Richtung Vorjahresniveau.

In den Monaten Februar, März und April war beim Polizeipräsidium Offenburg im Bereich der häuslichen Gewalt ein leichter Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Auch im Vierjahresvergleich spiegelt sich dieser Trend wieder.

Im gleichen Zeitraum lag die Anzahl der Streitigkeiten, also Auseinandersetzungen ohne strafbare Handlungen, im Schnitt zwischen 10 und 15 Einsätzen pro Tag. Die Gesamtzahl ähnelt dabei den Zahlen aus dem gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Körperverletzungsdelikte waren in den letzten Wochen ebenfalls rückläufig.

Einsätze wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung sind stetig zurückgegangen. Waren Ende März täglich noch rund 80 bis 90 telefonische Hinweise auf mögliche Verstöße eingegangen, sank die Zahl Ende April kontinuierlich auf rund 30 Anrufe pro Tag.

In puncto Verkehrssicherheitslage ist ein positiver Trend zu beobachten. Während im Februar die Anzahl der Unfälle und dabei verletzten Verkehrsteilnehmer dem Durchschnitt der vergangenen Jahre glich, waren im März und April deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Über 50 % Rückgang bei der Anzahl von Verkehrsunfällen und entsprechend weniger Verletzte waren in den beiden Monaten zu registrieren. Die Anzahl der Unfälle von Radfahrenden blieb zum Vorjahr indes gleich. Im genannten Dreimonatszeitraum starben fünf Verkehrsteilnehmer, darunter drei Radfahrer.

Bereits im Februar hat das Polizeipräsidium auf die Corona-Krise reagiert. Umfangreiche Notfallpläne sorgten dabei für einen reibungslosen Dienstbetrieb, auch wenn einzelne Kolleginnen und Kollegen zeitweise freigestellt werden mussten. Eine extra eingerichtete und für die Bewältigung schwieriger Lagen geübte Informationssammelstelle kanalisiert und bündelt seit Wochen das hohe Informationsaufkommen. Die Einsatzkräfte vor Ort sind somit über die aktuellen Veränderungen gut informiert und werden von dort aus zentral mit der erforderlichen Schutzausrüstung ausgestattet.

„Viele Dankesworte erreichten meine Kolleginnen und Kollegen auf unterschiedlichste Weise“, so Polizeipräsident Reinhard Renter. „Für das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Maßnahmen und den Rückhalt bedanke ich mich und freu mich gleichzeitig darüber, dass wir am letzten Wochenende so wenig Verstöße gegen die Corona-Verordnung wie noch nie verzeichnen mussten. Die gelebte Akzeptanz und das Verständnis für die Maßnahmen erleichtern auch die Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

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