Warnung vor „Smishing“

Nachdem bereits am Freitag vor einer Woche (29. Januar) beim Polizeirevier Offenburg einzelne Anzeigen wegen verdächtiger SMS-Nachrichten erstattet wurden, scheint sich die Masche in Windeseile auszuweiten. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich hierbei um ein deutschlandweit auftretendes Phänomen.

„Smishing“ ähnelt dem geläufigeren Phishing über E-Mail, jedoch werden die betrügerischen Nachrichten per SMS versandt. In den aktuellen „Smishing“-Fällen erhalten zufällige Personen eine SMS auf ihr Mobiltelefon. In dieser wird darüber informiert, dass ein Paket für sie verschickt wurde. Zusätzlich ist ein Link enthalten, mit dem die angebliche Paketsendung verfolgt werden kann.

Diesem Link sollte man auf keinen Fall folgen. Klickt man auf diesen, wird versucht, eine Schadsoftware – häufig als Google Chrome Update getarnt – auf dem Handy zu installieren. Ist die Schadsoftware schließlich auf dem Gerät, könnten die dahinter stehenden Drahtzieher die Daten ausspähen und weitere solcher Kurznachrichten an die Kontakte versenden. In manchen Fällen sind mehr als tausend Kurznachrichten verschickt worden, was je nach Handyvertrag entsprechende Unkosten verursachen kann.

Ein automatischer Download der Spähsoftware kann nur erfolgen, wenn dies zuvor manuell in den Systemeinstellungen erlaubt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen installiert sich die Schadsoftware nur bei Android-Smartphones. Besitzer von iPhones können ebenfalls entsprechende SMS erhalten, sie sind aber nach derzeitigem Stand, auch wenn der Link angeklickt wurde, nicht infiziert. Betroffene, die eine solche Kurznachricht bekommen haben, werden gebeten, sich bei einer nahegelegenen Polizeidienststelle zu melden.

Hinweis der Polizei: Bleiben Sie wachsam und seien Sie skeptisch, wenn Sie unaufgefordert Textnachrichten von unbekannten Telefonnummern erhalten. Klicken Sie die darin enthaltenen Links nicht an, da Sie sich ansonsten möglicherweise eine Schadsoftware auf ihrem Smartphone installiert.

 

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