Pressegespräch: „Betrügerische Anrufe“

Foto Redner Pressegespräch

Die Fallzahlen im Zusammenhang mit betrügerischen Anrufen entwickeln sich derzeit nach oben. Es handelt sich hierbei um kein lokales, sondern um ein bundesweites Phänomen. Mit diesem Hintergrund und um Einblicke in die derzeitige Entwicklung im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg zu ermöglichen, fand gestern ein Pressegespräch statt.

Der Leiter der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Offenburg, Kriminaldirektor Raoul Hackenjos, die Leiterin des Referats Prävention, Polizeioberrätin Susanne Steudten, der Leiter der Kriminalinspektion 3, Erster Kriminalhauptkommissar Jürgen Kern und Kriminaloberkommissarin Nadine Bandleon, Ermittlerin in der Ermittlungsgruppe „Telefon“  haben aktuelle Zahlen, Hintergründe und Hinweise zu diesem Deliktsfeld erläutert und sind für Fragen und Interviews zur Verfügung gestanden.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg wurden bis zum 31.07.2022 über 1.000 Meldungen in diesem Deliktsbereich registriert. Ein Großteil wird sofort oder rechtzeitig als Betrugsmasche erkannt, sodass es zu keinem finanziellen Schaden kommt. Bei den „erfolgreichen“ Fällen im Bereich „Falscher Polizeibeamter“ und „Enkeltrick“ kommt es oft zu erheblichen finanziellen Schäden im fünf- und sechsstelligen Bereich. Unabhängig vom finanziellen Schaden sind die Opfer oftmals nachhaltig psychisch belastet.

 

Tipps der Polizei: 

  • Seien Sie misstrauisch 
  • Raten Sie nicht, wer anruft.
  • Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf und informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. 
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Ihnen nahe stehenden Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.
  • Die Polizei ruft niemals unter der Nummer 110 an.
  • Niemals die Rückruf-Funktion nutzen.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. 
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